Leben ohne Strom

Hier geht es darum, wie man ohne Anbindung an das Stromnetz (Off-Grid) leben kann - d.h. autark z.B. mit Solaranlage, aber auch bzgl. weiteren Themen wie Wasserversorgung, Lebensmittel, usw.
Antworten
Benutzeravatar
Waldfreundin
Beiträge: 11
Registriert: 9. Jul 2019 19:03

Leben ohne Strom

Beitrag von Waldfreundin » 30. Jul 2019 10:36

Ich hab schon mal ein Dreivierteljahr auf einem Hof ohne Strom gelebt und gearbeitet. Und fand es sehr angenehm!! Und hab mich gut gefühlt.Holzofen, Kerzen, Schnurtelefon... Würde es jederzeit wieder tun
(leider war da zeitweise zuviel Hochfrequenz)
Benutzeravatar
Hamburg126
Beiträge: 18
Registriert: 27. Apr 2019 23:47

Re: Leben ohne Strom

Beitrag von Hamburg126 » 30. Jul 2019 20:16

Wenn mal Stromausfall ist, liebe ich die plötzliche Ruhe die überall in der Nähe einkehrt. Es ist eine ganz andere Atmosphäre. Ganz anders. Plötzlich ist man im hier und jetzt. Nichts surrt mehr rum. Ruhe. Mensch sein. Natur, plötzlich erkennt man wieder das eine Nacht auch tiefschwarz ist- und nicht so wie in der Stadt einfach nur lau ''dunkel''. Durch die ständige Beleuchtung gibt es eigtl keine richtige Nacht. Also ich war auch erstaunt, wie ich diese schwärze sah. Diese natürliche Nacht. Also ich fand alles interessant.
So ganz ohne leben könnte ich allerdings glaube nur, wenn ich Alternativen hätte und auch nur für kurze Zeit. Man muss es halt mögen und wollen. So ganz verstehe ich aber nicht, weshalb bei dir Schnurtelefon erwähnt wird, dafür brauchts doch Strom. Ein kleiner Generator oder so wäre schon fein. Kerzen wurden auch aufgestellt bei Stromausfall, also in jedem Fall ein Abenteuer, interessant. Hat was urgemütliches. Wenn man bereit ist auf einige Annehmlichkeiten zu verzichten. Ich fand es auch sehr entspannend, das dann der PC nicht mehr zugänglich war. Zwangspause. Man merkt eigentlich sonst überhaupt nicht, das man sich kaum noch Zeit für sich selbst nimmt. Das man mal in sich kehrt.
Benutzeravatar
Waldfreundin
Beiträge: 11
Registriert: 9. Jul 2019 19:03

Re: Leben ohne Strom

Beitrag von Waldfreundin » 3. Aug 2019 15:16

Schnurtelefon: wir hatten einen alten Anschluß, ohne Rooter, ist schon ein paar Jahre her, aber ich bin sicher daß mein Gastgeber das immer noch so hat.Man vergißt schnell, aber es gab mal Zeiten wo die Telefone noch ohne Strom funktionierten! Durch die Telefonleitung "kriecht" genug Strom daß es funktioniert. Und bei Bedarf bin ich kurz ins Städtle gegangen ins Internetcafe.
Ich kann mir einen Generator, abwechselnd mit Solar, auch sehr gut vorstellen. Habe einen Nachbarn der das so hat, sogar mit Fernsehen und Stereoanlage,einen Stromspeicher hat er auch. Und ist beim E-Werk abgemeldet.
Also wenns einem funktbedingt so richtig schlecht geht kann man sich alles vorstellen. Auch zum Zelten in den Wald. Aber mein Traum wäre immer noch ein Haus mit Garten, gemütlich und heizbar, Alleinlage in Waldtal, und ich würd es natürlich so bald als möglich vom Stromnetz nehmen...
Stuttgi
Beiträge: 6
Registriert: 10. Sep 2019 20:37

Re: Leben ohne Strom

Beitrag von Stuttgi » 10. Sep 2019 21:01

Am liebsten würde ich als Selbstversorger in einem Haus (o.ä.) in Alleinlage ohne Belastung durch Funk, ohne Kanalisation, ohne Stromnetz usw. leben. Darauf bereite ich mich schon einige Zeit vor und die handwerklichen Fähigkeiten habe ich jetzt auch. Ich habe mir auch schon einige Plätze in Baden-Württemberg und Bayern angeschaut. Dort gibt es sicher Rückzugsmöglichkeiten, aber ich denke auf lange Sicht ist vielleicht Auswandern in Richtung Ost-Europa die bessere Alternative. Was meint ihr zum Auswandern in ein "schlechter" entwickeltes und dünner besiedeltes Land wie z.B. Tschechien, Polen, Slowakei, Ukraine usw.? Kann man dort ein funk- und stromloses Leben besser realisieren?
Roxelane
Beiträge: 4
Registriert: 1. Okt 2019 22:29

Re: Leben ohne Strom

Beitrag von Roxelane » 4. Okt 2019 20:52

Wer eletrosensible ist, sollte diese Solarzellen auf keinen Fall in der Nähe oder dem Dach haben.

Ich hatte mal ein Wohnungsangebot.... Einliegerwohnung , wo auf dem Dach Solarzellen drauf waren. Die Vermieter machten mich selbst auf den süsslichen Geruch in der Wohnung aufmerksam, der sie seit einiger Zeit störte. Ich selbst roch es damals noch nicht. Erst einige Monate später entdeckte ich diesen Geruch in meiner Wohnung, immer wenn ich in die Stube ging oder diese verliess.
Unter den 3 Schränken lag von der Steckdose neben der Balkontür eine Verlängerungsschnur, für den Fall dass ich auf der Couch sitz und irgendwofür Strom brauch. War zu umstädlich sich immer auf den Bauch zu legen um bei Bedarf an diese Steckdose zu kommen.
Nachdem ich sie auszog, war der süßliche Geschmack weg.

Irgendwer sagte mir mal, dass die Solarzellen nicht gut abgeschirmt worden sind, und der Strom so durchs Dach wahrzunehmen war.
Antworten